Deutsch-südafrikanischer Workshop

09.05.2011

Auf Einladung des südafrikanischen Arbeitsministeriums (DoL) diskutierten vom 18.-21. April 2011 hochrangige Manager und Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) mit Vertretern der südafrikanischen Arbeitsverwaltung auf Ministeriums- und Provinzebene, wie eine effektive Arbeitsvermittlung organisiert und ausgestaltet werden kann. 

Zum Abschluß des gemeinsamen deutsch-südafrikanischen Workshops zur Arbeitsverwaltung und Arbeitsmarktpolitik reiste Staatssekretär Andreas Storm nach Südafrika und leitete gemeinsam mit seinem Kollegen Sam Morotoba, dem amtierenden Generaldirektor des Department of Labours, die Abschluss-Sitzung. Der Workshop stellt einen wichtigen Schritt in der langjährigen, intensiven Kooperation zwischen Südafrika und Deutschland dar, die seit Herbst 2009 auch eine direkte Zusammenarbeit der Arbeitsministerien beider Länder umfasst.

Ziel des Workshops war, im praktischen Austausch zu erarbeiten, wie eine effektive Arbeitsvermittlung organisiert werden kann, die für Arbeitgeber und Arbeitssuchende gleichermaßen interessant ist. In diesem Zusammenhang wurden auch Fragen der  Prävention und Rehabilitation von Berufskrankheiten erörtert.

Hochrangige Manager und Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) diskutierten vom 18.-21. April mit Vertretern der südafrikanischen Arbeitsverwaltung auf Ministeriums- und Provinzebene, wie eine effektive Arbeitsvermittlung organisiert und ausgestaltet werden kann. 

Am Ende des Worksshops konnte der jeweiligen Leitung der Ministerien bereits erste qualitative Kriterien/Indikatoren für die Erreichung dieser Ziele (wie z.B. Kundenzufriedenheit oder Vermittlungseffizienz und -geschwindigkeit) vorgetragen und Wege aufgezeigt werden, wie engere und effektivere Zusammenarbeit - Stichwort institutionelle Kohärenz - der zuständigen Institutionen in der Arbeitsvermittlung (Ministerien, Behörden, Sozialpartner, private Arbeitsvermittler) erreicht werden kann.

Großen Raum nahm auch die Diskussion um die notwendigen Informationstechnologien ein. Eine integrierte IT-Strategie die von qualifizierten Mitarbeitern intern gesteuert und idealerweise auch betrieben wird, war die Empfehlung der BA-Experten, die in Nürnberg den deutschen Arbeitsmarkt (gemeldete offene Stellen und Arbeitssuchende) in der größten Datenbank der Welt erfolgreich managen.

Neben den Vertretern der Arbeitsverwaltungen beider Länder, wurde der Workshop durch Vertreter des südafrikanischen Schatzamtes (Treasury), der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), der deutschen Botschaft in Pretoria, und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) begleitetet.

Das südafrikanische Arbeitsministerium, BA und BMAS werden in den nächsten Monaten die weiteren Schritte der Kooperation, die auch weitere Partner umfassen soll, festlegen. Dazu werden auch Konsultationen mit der EU, dem BMZ und der GIZ geführt.

© Deutsche Botschaft Pretoria

BMAS-DoL Workshop