Shoe Shop Festival stellt Bewegung in den Mittelpunkt
Im Mai 2012 organisierte das Goethe-Institut im Großraum Johannesburg eine Reihe von Veranstaltung im Rahmen des ShoeShop Festivals. Dabei ging es um die kulturelle Auseinandersetzung mit Bewegung. In Südafrika und besonders in Johannesburg kommt der Bewegung und dem öffentlichem Raum eine besondere Bedeutung zu – sowohl in sozialer als auch historischer Hinsicht.
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"Pieds Rouges"
(© Emmanuel Bakary Daou )
Das freie Umhergehen oder unbekümmerte Bewegen wären hier sehr naive Vorstellungen. Neben der Rolle des Zu-Fuß-Gehens im Alltag wurden auch außergewöhnliche Fußmärsche, etwa als Teil von Migrationsbewegungen, reflektiert. Es interessierten Fragen wie „woher kommst du?“ und „wohin willst du gehen?“.
Zum Ziel des Shoe Shop Festivals hat das Goethe-Institut „die Schaffung eines gleichermaßen dichten und fluiden Raums für Reflexion, Kritik und einen unvoreingenommenen Umgang mit Bewegung, Mobilität und Migration“ erklärt. Dazu gab es zahlreiche Veranstaltungen: Fotographie- und Plakat-Installationen an öffentlichen Orten in ganz Johannesburgs machten den Begriff des öffentlichen Raum erfahrbar.
Im Stadtteil Braamfontein wurde über den gesamten Zeitraum der Shoe Shop Projektraum als Veranstaltungsort für Lesungen und kurze Präsentationen, als Arbeitsraum für verschiedene Künstler sowie als Ausgangsort für künstlerische Spaziergänge und Darbietungen eingerichtet. Herzstück des Festivals waren Spaziergänge durch die Stadt und andere Formen der Stadterkundung zu Fuß, die von Architekten und Künstlern geführt wurden.
Sie vermittelten die Johannesburger Symbiose aus Stadt, Kultur und Bewegung auf einzigartige Weise. Außerdem wurde ein buntes Filmprogramm gezeigt und ein Film-Workshop zum Motiv des Gehens im afrikanischen Kino durchgeführt. Das Festival wurde vom Shoe Shop Buch begleitet, das umfassende Beiträge beteiligter Künstler enthält und die Auseinandersetzung mit dem Gehen als Form der Bewegung und Migration in Afrika ermöglicht.