SASSCAL

Bäume bei Graskop Bild vergrößern Bäume bei Graskop (© DPA) Das Southern African Science Service Centre for Climate Change and Adaptive Land Use (SASSCAL)  - zu deutsch Wissenschafts-Zentrum für Klimawandel und alternative Landnutzung im südlichen Afrikas - ist eine Initiative zwischen Angola, Botswana, Namibia, Südafrika, Zambia und Deutschland. Mit dem SASSCAL Programm haben sich die beteiligten Länder in Kooperation mit Deutschland das Ziel gesetzt, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und Wasserressourcen im südlichen Afrika einzudämmen. Dabei basiert SASSCAL auf drei Säulen, namentlich Forschung, Kapazitätsaufbau sowie regionale Beratung und Informations- sowie Produkteservice. Die Initiative wurde 2010 ins Leben gerufen und wird vom Bundesministerim für Bildung und Forschung Deutschland (BMBF) finanziert.

Der gegenwärtige Prozess des globalen Wandels, welcher beispielsweise demografische Veränderungen, Klimawandel und die Globalisierung unseres Wirtschaftssystems umfasst, stellt Menschen – sei es aus Afrika, Europa oder anderen Teilen der Erde - vor enorme Herausforderungen. Aktuelle Prognosen zeigen, dass es dringend Konzepte bedarf, wie wir uns an diese Herausforderungen rechtzeitig anpassen können.

Wissenschaft und Forschung bieten proaktive Maßnahmen an, wie wir mit den gegenwärtigen und prognostizierten Änderungen umgehen können. Die Rolle der Wissenschaft muss dabei als Dienstleistung gerade von denjenigen Gesellschaften  begriffen werden, welche vom Klimawandel am meisten betroffen sind. Wissenschaft muss Entscheidungsträgern fundierte Ergebnisse und Beratung anbieten. SASSCAl hat sich auf problemorientierte Klimawandel-Forschung und entsprechenden Anpassungsstrategien spezialisiert. Die Initiative berät alle Entscheidungsträger und Stakeholder, die Lebensbedingungen der Menschen aus der Region zu verbessern und trägt so zur Entwicklung einer wissensbasierten Gesellschaft Afrikas bei. Die Initiative basiert auf einem Jahrzehnt erfolgreicher Wissenschaftskooperationen

Bild vergrößern Am Weltkimagipfels in Durban im Dezember 2011 beteiligte sich SASSCAL mit hochfrequentierten Events, in denen vornehmlich über die regionale Einbindung nachfrageorientierter wissenschaftlicher Forschung und Dienstleistung diskutiert wurde. Darüber hinaus wurden drängende Themen wie Kapazitätsaufbau auf individueller und institutioneller Ebene besprochen.
Neben diesem Engagement, veranstaltte SASSCAL in Windhoek, Namibia, im Novemnber 2012 einen technischen Workshop. Die Teilnehmer – über 50 Delegierte aus den fünf beteiligten afrikanischen Ländern sowie Deutschland – erarbeiteten einen integrierten Forschungsplan für das SASSCAL Programm, welcher ab März 2012 umgesetzt wird.

Forschung

SASSCAL deckt eine Vielzahl von Forschungsthemen im Bereich aktuellen Klimawandels und Landwirtschaft ab, welche auf regionale Nachfrage treffen. Durch die Forschung sollen der derzeitige teils lückenhafte Wissensstand auf regionaler und lokaler Ebene auf einen integretierten Wissenstand gehoben werden. Die Forschung wird koordiniert von und ist verbunden mit derzeitigen nationalen, regionalen und internationalen Kooperationsprogrammen

Bild vergrößern Die Forschungsaktivitäten zielen auf:

1. Integrierte Forschung im Felde des Landwirtschafts- und Ressourcenmanagment sowie Klimawandels, um neue Kenntnisse für die nachhaltige Entwicklung der Region zu gewinnen.
2. Wissenschaft und Theorie mit Praxis und Entscheidungsprozessen in Landnutzung, Ressourcenmanagement und Klimawandelrisikoverringerung sowie–anpassung verbinden .
3. Best Practise Beispiele zusammenstellen, analysieren und verbreiten und die Anwendung von angepasstem Kulturbau-Systemen und Strategien entwickeln und demonstrieren.

Kapazitätsaufbau

Durch  die Integration anwendungsorientierter Forschung, Grundsatzkonsultationen und Kapazitätsaufbau will das SASSCAL Programm zur Nachhaltigkeit in Hinblick auf die Stärkung und weiteren Entwicklung einer afrikanischen Wissensgesellschaft hinarbeiten und damit „brain drain“ durch die Schaffung attraktiver regionaler Forschungseinrichtungen verhindern.

Dies wird erreicht durch:

1. Die Förderung akademischer Bildung und Training von afrikanischen Wissenschaftlerprogrammen (Promotionsprogramme, Hochschulen, Mitgliedschaften, z.B. im Rahmen von Kooperationne in bereits existierenden Programmen und Institutionen)
2. Spezifischen Kapazitätenaufbau (z.B. Seminare, Workshops, Training von lokalen Experten und Multiplikatoren und außeruniversitären Partnern)

Regionale Beratung und Informations- & Produkteservice

Bild vergrößern SASSCAL zielt darauf ab, ein vernetztes Datenzentrum zu errichten, um:
1. Daten und Informationen für weitere wissenschaftliche Verwendung verfügbar zu machen sowie den gegenseitigen Datenaustausch zwischen relevanten Entscheidungsträgern, Agenturen und Organisationen zu fördern.
2. Relevante Daten über Klima, Wasserzirkulation, Erde, Biodiversität, ökosystembasierte Waren und Dienstleistungen, Landnutzung und entsprechende Bioenergie, demografische und andere sozioökonomische Parameter in Kooperation mit nationalen und - wenn Bedarf besteht -internationalen Agenturen zu generieren, zusammenzustellen, zu analisieren und aufzuarbeiten.
3. Regionale Modelle zu entwickeln, zu implementieren und zu analysieren.

Um die Nachfrage von regionalen und lokalen Stakeholdern, die Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel implemtieren (z.B. Landwirtvereine, öffentliche Entscheidungsträger, Bürgerämter, NGOs natioanle und internationale Entwicklungsgesellschaften etc.) zu befriedigen, hat sich SASSCAL zur Aufgabe gemacht:

1. Wissenschaftskapazitäten und Beratungs- sowie Implementierungsfähigkeiten in existierenden nationalen, regionalen und lokalen Strukturen zu errichten
2. Weitreichende Aktivitäten oder spezifische Maßnahmen auszuarbeiten und dadurch Kapazitäten von Entscheidungsträgern und Gesellschaften zu stärken, um wissenschaftliche wissensbasierte Produkte in den Alltag von Entscheidungsfindungsprozessen einzubeziehen.

Weitere Information zu SASSCAL erhalten Sie hier

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In SASSCAL involvierte Institutionen

Flagge Angola

Derzeitig involvierte Institutionen: Angola         Botswana Okavango Research Institute (ORI) Namibia Ministry of Environment and Tourism - Directorate of Tourism Mini...