Das Deutsche Energiekonzept

Das Bundeskabinett hat am 28. September 2010 das von Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, und Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vorgelegte Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung beschlossen.

Windpark Bild vergrößern (© www.colourbox.com) Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es geht dabei um die Umsetzung eines zentralen politischen Ziels für unser Energiesystem mit der Perspektive 2050: Deutschland soll in Zukunft bei wettbewerbsfähigen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau eine der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt werden. Ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, ein wirksamer Klima- und Umweltschutz sowie eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung sind zentrale Voraussetzungen, damit Deutschland auch langfristig ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibt. Damit sichern wir nachhaltige wirtschaftliche Prosperität, zukunftsfeste Arbeitsplätze, Innovationen und die Modernisierung unseres Landes.

Mit dem Energiekonzept formuliert die Bundesregierung Leitlinien für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung und beschreibt erstmalig den Weg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien. Es geht um die Entwicklung und Umsetzung einer bis 2050 reichenden Gesamtstrategie. Damit wollen wir langfristige Orientierung geben, wahren aber zugleich die notwendige Flexibilität für neue technische und wirtschaftliche Entwicklungen.

Im Energiemix der Zukunft sollen die erneuerbaren Energien den Hauptanteil übernehmen. Auf diesem Weg werden in einem dynamischen Energiemix die konventionellen Energieträger kontinuierlich durch erneuerbare Energien ersetzt. Fossile Energieträger und Kernenergie werden eine andere Rolle übernehmen müssen. Die Kernenergie baut eine Brücke auf dem Weg dorthin. Insgesamt setzt die Bundesregierung auf eine ideologiefreie, technologieoffene und marktorientierte Energiepolitik. Dies umfasst alle Nutzungspfade Strom, Wärme und Verkehr.

Entscheidend kommt es darauf an, eine integrierte Gesamtstrategie zu formulieren. So muss beispielsweise im Strombereich der Ausbau der erneuerbaren Energien zusammen mit der Steigerung der Energieeffizienz, dem Ausbau der Stromnetze und dem Bau neuer Speicher sowie der Entwicklung neuer Speichertechnologien angegangen werden.

Hochspannungsmast und Windrad Bild vergrößern Strom auf dem Weg zum Arbeitsplatz (© dpa/pa) Auch im Gebäudebereich hat insbesondere der Einsatz von Effizienzmaßnahmen ein ganz enormes Potential. Erst wenn das ausgeschöpft wird, kann der Einsatz erneuerbarer Energien für die Wärmeversorgung seine volle Wirkung entfalten. Hier setzt die Bundesregierung vornehmlich auf ökonomische Anreize und nicht auf die Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger.

Bei einem steigenden Anteil der erneuerbaren Energien hängt die Entwicklung der Energiekosten wesentlich davon ab, dass der Ausbau kosteneffizient und marktorientiert erfolgt. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel der Bundesregierung darin, einerseits die Ausbauziele für erneuerbare Energien zu realisieren und andererseits den Druck auf Innovationen und Kostensenkungen weiter zu verstärken. Auch hier gilt es neue Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Nur so bleiben die entsprechenden Branchen international wettbewerbsfähig und die Kosten für die Verbraucher im Rahmen.

Für weitere Informationen über das Energiekonzept

Source: BMWi

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Auf kurze bis mittelfristige Sicht bietet die Erhöhung der Energieeffizienz das schnellste, wirtschaftlichste und größte Minderungspotenzial beim Klima- und Ressourcenschutz.  Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Vorhaben "bigEE - Bridging the Information Gap on Energy Efficiency in Buildings", unter der Leitung von Dr. Stefan Thomas vom Wuppertal Institut.

"Daten zur Umwelt"

Daten zur Umwelt

Die aktuelle Ausgabe der "Daten zur Umwelt", herausgegeben vom Bundesumweltamt, finden Sie unter folgendem link: