Vereinbarung zwischen dem Deutschen Fußballverband (DFB) und der South African Football Association (SAFA) unterzeichnet
Beinahe ein halbes Jahr ist es nun her, dass der Abpfiff zu ersten Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden ertönte. Von einem simplen „Weiterziehen des Fußballzirkus“ nach Brasilien kann aber – zumindest auf deutscher Seite – keine Rede sein. Nach wie vor besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika im Fußballbereich, personifiziert in dem dauerhaft vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zum Südafrikanischen Fußballverband abgestellten Trainerexperten Michael Nees.
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Zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen dem DFB und seinem südafrikanischen Pendant SAFA, wurde nun am 4. November 2010 in Johannesburg ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das als Grundlage für weitere gemeinschaftliche Projekte dienen soll. Zu diesem Zweck waren eigens DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch und der für internationale Beziehungen verantwortliche Abteilungsleiter Markus Weidner angereist. Die südafrikanische Seite, repräsentiert durch SAFA-Präsident Kirsten Nematandani und Generalsektretär Leslie Sedibe, hieß auch Vertreter der Deutschen Botschaft Pretoria willkommen.
Es wurde beschlossen, die bestehende Partnerschaft zu intensivieren und besonders in den Bereichen Trainer- und Schiedsrichterausbildung, sowie bei der Talentsuche künftig enger zusammenzuarbeiten.
Gerade auf dem Gebiet der Talentförderung zeigte sich die SAFA sehr beeindruckt von den in den letzten Jahren in Deutschland erzielten Fortschritten und möchte gerne von den deutschen Erfahrungen lernen.
Auch im Bereich der Mitgliederverwaltung sowie dem – vor dem Hintergrund der 2011 in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaft besonders bedeutenden – Frauenfußball wurde ein enger Dialog vereinbart..
Nun liegt es an den Parteien, die gemeinsamen Vorhaben mit Leben zu füllen. Da die verschiedenen Kooperationsprojekte vorwiegend auf der Weitergabe bestimmter Kenntnisse basieren, sind zunächst vor allem Austauschreisen geplant. So sollen etwa Experten aus Deutschland nach Südafrika eingeladen werden, um dort nachhaltig Fachkenntnisse zu vermitteln und Kapazitäten beispielsweise im Konditionstrainingsbereich aufzubauen. Im Gegenzug sind auch Informationsreisen von Südafrikanern nach Deutschland vorgesehen, etwa um Förderungsprogramme an deutschen Nachwuchsschulen zu besichtigen.