HIV & AIDS Prävention
Ausgangslage und gesellschaftliche Folgen
In Südafrika sind rund 5,7 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Hier leben so viele Betroffene wie in keinem anderen Land der Erde. Mehr als die Hälfte der Virusträger sind Frauen (55%). Sie tragen die Hauptlast der Epidemie und ihrer Folgen.
Problembewusstsein
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Mauer einer Schule im Township Mamelodi
(© GIZ/YDF)
Viele Risikofaktoren begünstigen die enorm hohe HIV & AIDS-Rate. Einerseits leben im südlichen Afrika viele Frauen und Männer gleichzeitig in mehreren Sexualbeziehungen oder wechseln diese häufiger. Anderseits werden oftmals keine oder nur ungenügende Präventionsmaßnahmen ergriffen.
Aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung können Frauen nur selten selbstbestimmt geschützten Sex praktizieren und sind sehr häufig männlicher Gewalt ausgesetzt.
HIV & AIDS sind gesellschaftlich geächtet. Der Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen ist ungleich verteilt. Beide Faktoren führen dazu, dass viele Menschen nicht ihren Status kennen.
Gesellschaftliche Folgen
HIV & AIDS gefährdet die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Stabilität des Landes. Die Epidemie bedroht die Existenz zahlloser Familien – oft erkranken und sterben die Hauptverdiener in der Familie. Bis es soweit ist, haben die Gesundheitskosten praktisch ganze Einkommen und Rücklagen aufgebraucht.
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Aidsaufklärung in Afrika
(© picture-alliance/ dpa)
In vielen Familien pflegen Kinder ihre kranken Familienangehörigen. Insbesondere Kinder und Frauen sind den Risiken wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Die Gesundheit, Bildung und persönliche Entwicklung von betroffenen Kindern ist stark eingeschränkt
Entwicklungszusammenarbeit
HIV & AIDS ist ein wichtiges Thema der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika. Es findet in allen Projekten Berücksichtigung. Die deutschen Durchführungsorganisationen (GIZ und KfW) arbeiten gemeinsam an einem Programm, mit dem die Umsetzung des HIV & AIDS Nationalen Strategischen Plans Südafrikas gefördert werden soll. Der Fokus der Unterstützung richtet sich dabei auf die Prävention von HIV-Neuinfektionen.