Berufliche Bildung

Ausgangslage

Bildungspartnerschaft mit Afrika Bild vergrößern (© Eric Miller) Während des Apartheid-Regimes hatte in Südafrika nur die weiße Bevölkerungsgruppe privilegierten und vollen Zugang zu beruflicher Bildung. Knapp 90% der Bevölkerung erhielt nur eine fragmentierte Berufsausbildung.

Wirtschaftsmotor

Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre hat die hohe Arbeitslosigkeit nur geringfügig verringert. Das berufliche Ausbildungsdefizit der früher benachteiligten Bevölkerungsmehrheit begründet den heutigen Fachkräftemangel. Dieser Mangel wirkt als Bremse für höheres Wirtschaftswachstum im Land und begrenzt die Rolle Südafrikas als „Wachstumslokomotive“ für den Rest des Kontinents.

Persönliches Schicksal

Bildungspartnerschaft Afrika Bild vergrößern (© Eric Miller) Trotz umfangreicher Strukturreformen kann das südafrikanische Berufsbildungswesen den Fachkräftemangel derzeit nicht ausgleichen. Nicht-, Gering- und Schlecht-Ausgebildete haben kaum formale Beschäftigungschancen. Sie werden in die Arbeitslosigkeit oder auf den informellen Arbeitsmarkt abgedrängt.

Nachfrageorientierung 

Die deutsche Regierung engagiert sich für ein besseres System der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Sie fördert gemeinsam mit der verfassten Wirtschaft rechtliche Rahmenbedingungen, Finanzierungsmodalitäten und Bildungsstrukturen. Ziel ist die Einführung nachfrageorientierter Berufs- und Weiterbildungssysteme auf lokaler und regionaler Ebene.

Erfolge

Bildungspartnerschaft mit Afrika Bild vergrößern (© Eric Miller) Seit 2001 konnten 6,3 Mio. Arbeitnehmer fortgebildet und 400.000 Menschen in Langzeitkursen für den formellen Arbeitsmarkt ausgebildet werden. 97% von ihnen erhielten innerhalb von 6 Monaten einen Arbeitsplatz. Weiterhin wurden ca. 350.000 Arbeitslose für den informellen Arbeitsmarkt qualifiziert. Das Programm soll mittelfristig in die alleinige Verantwortung der südafrikanischen Partner übergehen.

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