Überblick der wirtschaftlichen Beziehungen

Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Südafrikas und steht beim gesamten Handelsvolumen auf Platz 2 hinter China und vor den USA. 

Containerschiff Bild vergrößern (© picture-alliance/dpa)

So wurden im Jahr 2010 Güter im Wert von über 4,3 Mrd. Euro nach Deutschland exportiert. Die im gleichen Zeitraum aus Deutschland importierten Güter hatten einen Wert von rund 6,8 Mrd. Euro.  Deutschland und die im Land vertretenen Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigung, beruflichen Ausbildung und technologischen Entwicklung, die durch einen breit gefächerten Technologietransfer vorangetrieben wird.

Die Republik Südafrika hat sich seit dem Übergang zur Demokratie 1994 grundlegend gewandelt und ist auch durch die mittlerweile erfolgte Integration in den globalen Handel die leistungsstärkste Wirtschaft Afrikas. Mit breit angelegten makroökonomischen Reformen wurde die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Wirtschaft angekurbelt, so dass das Land am Kap seine Rolle auf dem Weltmarkt finden konnte. Dies wird von einer hochentwickelten Finanz-, Rechts-, Kommunikations-, Energie- und Transportinfrastruktur gestützt. Als wichtiges Schwellenland gilt Südafrika unter Investoren als Brücke zu anderen afrikanischen Märkten.

Südafrika ist eines der rohstoffreichsten Länder der Erde und der größte Stromerzeuger Afrikas. Fast alle Automobilkonzerne aus Deutschland produzieren in Südafrika und ein breites Spektrum von Zulieferern hat sich im Umfeld der Werke angesiedelt. Größten Anteil an der Wirtschaft hat, noch vor dem Dienstleistungssektor, der Finanz- und Immobiliensektor, der zu den besten weltweit gehört.
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Im Jahr 2010 konnte Südafrika mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8% ein  Bruttoinlandsprodukt von ca. EUR 297 Mrd. erwirtschaften. Während die Importe in 2010 um rund 8% anstiegen, wurde für die Exporte ein Wachstum von etwa 13% registriert. Die Inflation lag mit einem Jahresdurchschnitt von 4,3% im von der South African Reserve Bank (SARB) gesetzten Rahmen von 3 bis 6%. Trotz seiner herausragenden wirtschaftlichen Rolle in Afrika hat das Land am Kap mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von rund 24% zu kämpfen.

Aufgrund der Funktion Südafrikas als „Brücke nach Afrika“ sind viele international bedeutende Konzerne im Land vertreten. Von deutscher Seite bspw. Volkswagen, Mercedes Benz, BMW, BASF, Bayer, DB international, Bilfinger Berger, Deutsche Bank, DHL, Hitachi Power Europe, Lanxess, MTU, SAP, ThyssenKrupp und Siemens. Unter den etwa 600 in Südafrika niedergelassenen deutschen Firmen sind auch viele Mittelständler.

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Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika

Die deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika hilft mit ihren Büros in Johannesburg und Kapstadt seit über 50 Jahren Geschäftsverbindungen zwischen Südafrika und Deutschland zu etablieren. Seit 1997 hat die Kammer ihre Tätigkeit zudem auf die angrenzenden SADC-Mitgliedsstaaten ausgedehnt.