Deutsche Unternehmen in Südafrika
Etwa 600 deutsche Firmen haben sich in Südafrika niedergelassen und beschäftigen insgesamt über 90.000 Arbeitnehmer. Einige dieser Unternehmen zählen zu den wichtigsten und modernsten Produktionsbetrieben des Landes. Auch wenn damit nahezu alle größeren deutschen Unternehmen in Südafrika vertreten sind, haben sich insbesondere diverse mittelständische Unternehmen im Land niedergelassen.
Deutsche Unternehmen waren unter anderem bei vielen Infrastrukturmaßnahmen zur Vorbereitung der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 beteiligt. Sie kamen beispielsweise beim Stadienbau, bei der Stadienausstattung, bei der Lieferung von Fahrzeugen (PKWs und Busse) oder bei sonstigen Ausstattungsaufträgen zum Zuge.
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(© picture-alliance/ dpa)
Neben der wichtigen Rolle, die deutsche Unternehmen im Land für Beschäftigung, berufliche Ausbildung und technologische Entwicklung spielen, engagieren sich zahlreiche Firmen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich. Diese so genannte Corporate Social Responsibility (CSR) dreht sich besonders um die Verbesserung des Lebensstandards der Mitarbeiter und ihrer Familien in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Auch engagieren sich zahlreiche deutsche Firmen durch ein breit gefächertes Spektrum von Programmen in der Jugendförderung, um dadurch eine nachhaltige Entwicklung des Landes zu unterstützen.
Durch die hohe HIV/Aids-Rate Südafrikas (Stand 2010: 10,9%) nimmt der Bereich Gesundheit einen eigenen Stellenwert ein und auch hier spielen die deutschen Unternehmen eine verantwortungsvolle Rolle. Neben anderen deutschen Firmen unterhält zum Beispiel Mercedes-Benz South Africa ein Programm zur Aufklärung und Prävention von HIV/Aids und zur Unterstützung der Betroffenen.
Neben der Botschaft dient besonders die deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika als Ansprechpartner der deutschen Wirtschaft in Südafrika. Zudem existiert seit 1996 die „Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft“ (SAFRI), die vom Afrika-Verein, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHT) gegründet wurde.