Deutsche Unternehmen in Südafrika

Etwa 600 deutsche Firmen haben sich in Südafrika niedergelassen und beschäftigen insgesamt über 90.000 Arbeitnehmer. Einige dieser Unternehmen zählen zu den wichtigsten und modernsten Produktionsbetrieben des Landes. Auch wenn damit nahezu alle größeren deutschen Unternehmen in Südafrika vertreten sind, haben sich insbesondere diverse mittelständische Unternehmen im Land niedergelassen.

Deutsche Unternehmen waren unter anderem bei vielen Infrastrukturmaßnahmen zur Vorbereitung der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 beteiligt. Sie kamen beispielsweise beim Stadienbau, bei der Stadienausstattung, bei der Lieferung von Fahrzeugen (PKWs und Busse) oder bei sonstigen Ausstattungsaufträgen zum Zuge.

. Bild vergrößern (© picture-alliance/ dpa) Neben der wichtigen Rolle, die deutsche Unternehmen im Land für Beschäftigung, berufliche Ausbildung und technologische Entwicklung spielen,  engagieren sich zahlreiche Firmen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich. Diese so genannte Corporate Social Responsibility (CSR) dreht sich besonders um die Verbesserung des Lebensstandards der Mitarbeiter und ihrer Familien in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Auch engagieren sich zahlreiche deutsche Firmen durch ein breit gefächertes Spektrum von Programmen in der Jugendförderung, um dadurch eine nachhaltige Entwicklung des Landes zu unterstützen.

Durch die hohe HIV/Aids-Rate Südafrikas (Stand 2014: 19,05 Prozent bei Erwachsenen) nimmt der Bereich Gesundheit einen eigenen Stellenwert ein und auch hier spielen die deutschen Unternehmen eine verantwortungsvolle Rolle. Neben anderen deutschen Firmen unterhält zum Beispiel Mercedes-Benz South Africa ein Programm zur Aufklärung und Prävention von HIV/Aids und zur Unterstützung der Betroffenen.

Neben der Botschaft dient besonders die deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika als Ansprechpartner der deutschen Wirtschaft in Südafrika. Zudem existiert seit 1996 die „Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft“ (SAFRI), die vom Afrika-Verein, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHT) gegründet wurde.

Deutsche Unternehmen in Südafrika

Automobilproduktion

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft

Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft vertritt mehr als 650 Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen in Afrika. Zu den Mitgliedern zählen sowohl führende multinationale Konzerne als auch viele Mittelständler. Der Afrika-Verein feierte im Jahr 2009 sein 75-jähriges Bestehen und konnte ein einzigartiges Netzwerk von Kontakten in Politik, Wirtschaft und Organisationen schaffen.

Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI

Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI

Die Südliches Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft - SAFRI wurde im Jahr 1996 vom Afrika-Verein, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag ins Leben gerufen. Ziel ist es, auf das Potential der Region aufmerksam zu machen und die deutsche Wirtschaft zu einem verstärkten Engagement in der Region zu gewinnen.