Südafrika im Überblick

Die historischen Ereignisse und politischen Entwicklungen in Südafrika sind faszinierend: Das Land bietet wundervolle und abwechslungsreiche Landschaften, sowie eine Vielfalt der Sprachen und Volksgruppen wie nur wenige andere Länder.

Bundeskanzlerin Merkel trifft Nelson Mandela Bild vergrößern Bundeskanzlerin Merkel trifft Nelson Mandela (© picture-alliance/ dpa) Südafrika hat bis zur Erlangung eines demokratischen Gemeinwesens und einer rechtsstaatlichen Verfassung eine lange, bewegte, und zuweilen kriegerische Geschichte hinter sich. Deutsche waren unter den ersten Weißen, die mit Jan von Riebeck 1652 ans Kap kamen und blieben.

Ähnlich wie Deutschland bietet Südafrika eine große regionale Vielfalt: Das zeigt sich in ganz unterschiedlichen Klimata: Mitten durch die Provinz Ostkap verläuft die große Klimagrenze des südlichen Afrika: Östlich der Wetterscheide, und damit auch in der Hauptstadtregion von Pretoria und Johannesburg, ist die Regenzeit im Sommer von Oktober bis Februar.

Westlich ist die Regenzeit von Mai bis September. Unterschiedliche Höhen und stark divergierende Regenmengen bedingen eine ganz unterschiedliche Vegetation und Besiedlung. Johannesburg liegt auf alpinem Niveau von bis zu 1.800 Metern, während Durban, Port Elizabeth und Kapstadt an der mehr als 2.000 Kilometer langen Küste liegen.

Die bewegte politische Geschichte hat die Besiedlung des Landes maßgeblich beeinflusst. Bis zum Ende des Apartheid-Regimes bestand Südafrika aus vier Regionen. Seit 1996 ist Südafrika politisch in neun Provinzen aufgeteilt, die jede für sich ihre Besonderheiten und einen eigenen Charme haben.

Politik

Der Südafrikanische Präsident Jacob Zuma und Bundeskanzlerin Angela Merkel währen der WM2010 Bild vergrößern Der Südafrikanische Präsident Jacob Zuma und Bundeskanzlerin Angela Merkel währen der WM2010 (© picture-alliance / augenklick/fi) Das politische System Südafrikas wurde seit der Freilassung Mandelas 1990 und zuletzt mit der 1996 in Kraft getretenen Verfassung ganz neu geregelt. Seither gilt der Grundsatz 'One man, one vote' für alle Südafrikaner, ob schwarz oder weiß. Lesen Sie beim Auswärtigen Amt mehr über die Innenpolitik Südafrikas, sowie Zahlen und Daten zur heutigen Lage des Landes.

Wirtschaft: Industrie und Tourismus

Südafrikas Volkswirtschaft ist mit Abstand die größte auf dem afrikanischen Kontinent. Mehr als ein Drittel der Wertschöpfung des ganzen Kontinents kommt aus Südafrika. In und um Johannesburg, der größten und reichsten Stadt des Landes, entstehen immerhin noch fast 10 % der Wirtschaftsleistung des Kontinents.

Bild vergrößern Reich wurde Südafrika mit der Entdeckung großer Gold- und Diamantenvorkommen im 19. Jahrhundert. Der Export von Rohstoffen, allen voran Platin, Gold, Diamanten und Steinkohle ist eine wichtige Säule der Wirtschaft. Auch hochwertige industrielle Produkte werden in Südafrika gefertigt - nicht zuletzt gehören dazu deutsche Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Mercedes, BMW und MAN. Der Tourismus gewinnt als Wirtschaftsfaktor zunehmend an Bedeutung.

Handelspartner Deutschland

Deutschland ist seit vielen Jahren der wichtigste und größte Handelspartner Südafrikas. Die Investitionen aus Deutschland betragen mehr als 4 Milliarden Euro. Über 600 deutsche Unternehmen beschäftigen in Südafrika mehr als 100.000 Menschen und schaffen mit ihren Investitionen indirekt weit mehr Arbeitsplätze Die Deutsche Handelskammer für das südliche Afrika mit Sitz in Johannesburg hat mehr als 550 Mitglieder. Viele deutsche Unternehmen, darunter alle großen Namen, sind mit Produktionsanlagen oder Vertriebstöchtern vertreten - häufig für die ganze Region oder den Kontinent. Dies wird ergänzt durch die partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit mit dem Ziel der Förderung.

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Soziale Missstände

Trotz großer Entwicklungserfolge und der internationalen Unterstützung gibt es noch immer Armut und prekäre soziale Verhältnisse. Die aus der Apartheid herrührenden Strukturen und Lebensverhältnisse sind noch nicht überwunden.

Die schwarze Mehrheitsbevölkerung lebt zu einem großen Teil in den Gebieten und Townships, die ihnen früher vom Staat zugewiesen wurden. Die südafrikanische Regierung hat in vielem, besonders bei der Versorgung mit Strom und Wasser, Fortschritte erzielt. Die weiter dynamisch wachsende Bevölkerung und viele praktische und strukturelle Schwierigkeiten lassen aber erwarten, dass noch einige Zeit vergehen wird, bis die Armut in Südafrika der Vergangenheit angehört.

Nirgendwo leben so viele Menschen mit dem HI-Virus wie in Südafrika. Nach offiziellen Angaben leben hier mehr als 5 Mio. Infizierte, mehr als 10% der Bevölkerung. Moderne Medikamente gegen die Krankheit sind für alle Betroffenen kostenlos erhältlich. Die damit verbundenen Herausforderungen, z.B. für den Transport zum Krankenhaus, sind jedoch groß.

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